Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

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TLJ5
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Re: Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

#181 Beitrag von TLJ5 » Donnerstag 13. Februar 2020, 03:05

Hallo miteinander. Zur Frage ob es aktuell Abmahnungen gibt: Letzter Stand meinerseits ist: Ja, vom Dezember.
Ziemlich gute und zugleich für viele schlechte Nachricht: Es gibt mit 100%iger Sicherheit falsche Treffer, wie hier im Forum beschrieben. Nachdem ich von Herrn RA Sebastian schwer erklärliche Post bekommen habe, habe ich einige Tests gemacht und meine IP bei Trackern hinterlassen, jedoch ganz ohne je einen Teil von irgendwelchen Filmen zu laden, geschweige denn anzubieten. Habe das ganze auch dokumentiert.
Und siehe da: Herr Schl**ser von CS Electronic-IT, der vollkommen zu Recht seine Website gelöscht hat, hat die IP aufgegabelt und Düsseldorf hat durchgewunken.

Bin gespannt was die Herren von einer negativen Feststellungsklage halten.
Das ist ja nicht nur Abzocke an den Menschen die Brieffreundschaft pflegen müssen, man macht ja auch noch Firmen zu Klägern, die demnächst ganz hart damit an die Wand fahren könnten; also auch spannend was die Rechteinhaber demnächst so zu sagen haben werden. Er schreibt ja nicht ganz umsonst, jegliche Kommunikation sei über die Kanzlei zu führen. Nicht sehr überraschend, wenn man sich vorstellt, jemand würde seinen Kunden stecken, was da betrieben wird. 2-3-4-d :ty

wattewuschel
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Re: Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

#182 Beitrag von wattewuschel » Freitag 28. Februar 2020, 21:39

Hallo zusammen,

ich bin dann wohl eine aus einer er neueren Abmahnrunden von Herrn Sarwari, ich soll angeblich am 18.8.2019 via bittorrent-client einen Porno angeboten haben.
Fakten sind: ich kenne den Film nicht, ich hatte und habe den besagten angeblich genutzten Client und auch sonst keinerlei Torrent-Client auf dem Rechner, ich mache kein filesharing. Mein Wlan ist mit einem sicheren PW verschlüsselt (WPA2), es gibt ein Gäste-WLAN mit Vorschaltseite mit Infos.
Zum "Tatzeitpunkt" war ich nicht zu Hause sondern im Fitnessstudio, was ich anhand der von google aufgezeichneten Daten nachweisen kann (wann zu Hause losgefahren, wo lang gefahren, wann im Studio angekommen etc.). Ich war es nicht, ich habe wirklich nix angestellt. Ja, ich bin gelegentlich auf Pornoseiten (die üblichen) zum gucken, da wird wohl irgendwas getrackt worden sein?
Provider ist Unitymedia/ inzwischen Vodafone (haben Unitymedia übernommen).
Mein Freund war es auch nicht, der angeblich benutzte Client ist für Windows, er nutzt nur iOS und lädt halt auch nix illegale über torrent runter- und interessant klingt der angeblich geteilte Pornotitel auch nicht... ;-)
Ein Nachweis, dass das Verfahren zur Ermittlung der IP-Adresse nicht sauber ist, dürfte schwierig werden? Oder meine IP-Adresse wurde gespooft? Wie kommen die darauf, dass meine IP-Adresse mit dem torrent und filesharing zusammenhängt?

Die ganzen Tatsachen wurden RA Sarwari auf die Abmahnung hin schriftlich dargelegt im September 2019. Dann war Ruhe und ich freute mich schon, davon gekommen zu sein. Leider zu früh gefreut, am Mittwoch hatte ich den gelben Brief mit den gerichtlichen Mahnverfahren im Kasten.
Ich werde dem widersprechen - aber dann wird es wohl zu einem Gerichtsverfahren kommen (da wäre dann in Köln, juhu... *hust*). Bin gerade auf der Suche nach einem Anwalt, der Kapazität und Nerven hat, um die Sache idealerweise (so gerade meine naive Vorstellung) mit mir durchzuboxen. Ich will keinen Vergleich, denn ich habe nichts gemacht. Ich bin im recht und ich will mein Recht. Mein Wunsch (naiv?) wäre: Gerichtsverhandlung, es wird festgestellt, dass ich nix verbotenes getan habe, Verfahren wird eingestellt, Kläger Sarwari trägt alle Kosten.

Es kann doch nicht sein, dass man einfach von Leuten IP-Adressen abgreift (ggf. von Leuten, die durchaus auf legalen Seiten Pornos konsumieren, das ist schließlich nichts schlimmes), denen irgendeinen Verstoß unterstellt und dann abkassiert!

WBS (Wilde Beuger Solmecke) hatte ich kontaktiert, die nehmen aber keine neuen Mandanten mit Mahnverfahren aus Kapazitätsgründen, wie man mir dort sagte. Man wollte meinen Fall an eine Partnerkanzlei weiterleiten, ich hoffe, bald etwas zu hören und dann schaue ich, ob ich mich von der Kanzlei vertreten lassen soll.

Wenn ich dem Mahnbescheid schon mal widerspreche, habe ich dann immer noch die Option einer negativen Feststellungsklage? Ob die Sinn macht, muss ich mit einem Anwalt klären, aber will jetzt nix verbauen, was später zu Nachteilen führen kann.

NotMyUpload
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Re: Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

#183 Beitrag von NotMyUpload » Dienstag 24. März 2020, 21:28

Hi,
Bin dann wohl auch in dieser Welle gelandet.
Aktueller Status: nach Widerspruch zum Mahnbescheid kam wieder ein Vergleichsangebot.
Dieses habe ich schriftlich abgelehnt.
Ich gehe mal davon aus, dass jetzt entweder das Verfahren eingeleitet wird oder er die Kosten nicht bezahlt.
Weiß jemand ob ich in letzterem Fall darüber benachrichtigt werde?
Grüße!

NotMyUpload
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Re: Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

#184 Beitrag von NotMyUpload » Mittwoch 25. März 2020, 06:21

Hi zusammen,
mich hat es dann wohl auch erwischt.
Mein Status:
- Gerichtlicher Mahnbescheid -> Widerspruch
- Erneuter Brief mit Vergleichsangebot -> abgelehnt
@wattewuschel: schreib mal wie es bei dir weitergeht.
Mich würde auch interessieren, ob in jetzigem Status noch eine negative Feststellungsklage in Frage kommt. Oder ob man überhaupt benachrichtigt wird, sollte er jetzt keine gerichtliche Verhandlung anstreben.
Grüße!

abmwstgb
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Re: Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

#185 Beitrag von abmwstgb » Montag 10. August 2020, 22:13

TLJ5 hat geschrieben:
Donnerstag 13. Februar 2020, 03:05
(...) Nachdem ich von Herrn RA Sebastian schwer erklärliche Post bekommen habe, habe ich einige Tests gemacht und meine IP bei Trackern hinterlassen, jedoch ganz ohne je einen Teil von irgendwelchen Filmen zu laden, geschweige denn anzubieten. Habe das ganze auch dokumentiert.
Und siehe da: Herr Schl**ser von CS Electronic-IT, der vollkommen zu Recht seine Website gelöscht hat, hat die IP aufgegabelt und Düsseldorf hat durchgewunken.
(...)
Hallo,
mich würde dabei der technische Hintergrund interessieren, da hier etwas Ähniches passiert ist.

Die Benutzung von einem P2P Programm ist ja nicht per se illegal. Die IP wurde daher vermutlich über einen Torrent-Tracker ermittelt. Dieser könnte von C. Sch***ser auch selbst betrieben worden sein.

Das fragliche "Werk" wurde aber GANZ sicher nicht heruntergeladen bzw. zum Upload bereitgestellt.

Eine gewisse kriminelle Energie und die Ausnutzung naiver Gerichte scheint offensichtlich. Die vermeintlichen Täter sind die Geschädigten und können ihre außergerichtlichen Kosten nicht einmal einfordern, da eine sittenwidrige Schädigung in der Regel nicht nachgewiesen werden kann. https://www.lhr-law.de/magazin/wettbewe ... abmahnung/

Nun eine Frage zur Technik: Ist es möglich umgekehrte Honey-Pots aufzustellen, welche sich bei den Trackern melden und damit ihre IP mit dem P2P-Netzwerk in Verbindung bringen, aber keine Werke Dritter down-/uploaden, so dass die Fake-Abmahner dokumentiert in die Falle laufen könnten ? Im Prinzip so wie TLJ5 es beschrieben hat.

Die Kosten könnte man sich dann nach § 826 BGB wiederholen und Strafanzeige wegen Betruges erstatten. https://openjur.de/u/2117701.html


Bei dieser ganzen Abmahnindustrie gibt es offenbar zu viele Profiteure. Selbst abwehrende Anwälte verdienen fleißig mit.
Dabei geht niemand ins Eingemachte und nennt das Kind beim Namen. Man liest immer nur "sekundäre Darlegungslast", "Täter", "Vermutung", "Anschlussinhaber"....das ist alles irrelevant, wenn die ursprüngliche Behauptung erfunden wurde!!

Mit dem Wissen, dass es für den Beschuldigten
a) sehr schwer sein wird, aus dieser Nummer heraus zu kommen und es
b) so unangenehm wie möglich zu gestalten,
wird zusätzlich behauptet, es wäre ein Pornofilm gewesen.

Da ist man echt sprachlos. Das ist im warsten Sinne des Wortes abgewichst hoch 3.

Entschuldigt meinen kurzen Ausflug, aber das musste mal raus.

abmwstgb
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Re: Abmahnungen von RA Yussof Sarwari

#186 Beitrag von abmwstgb » Montag 10. August 2020, 22:44

NotMyUpload hat geschrieben:
Mittwoch 25. März 2020, 06:21
Hi zusammen,
mich hat es dann wohl auch erwischt.
Mein Status:
- Gerichtlicher Mahnbescheid -> Widerspruch
- Erneuter Brief mit Vergleichsangebot -> abgelehnt
@wattewuschel: schreib mal wie es bei dir weitergeht.
Mich würde auch interessieren, ob in jetzigem Status noch eine negative Feststellungsklage in Frage kommt. Oder ob man überhaupt benachrichtigt wird, sollte er jetzt keine gerichtliche Verhandlung anstreben.
Grüße!
Wenn einem Mahnbescheid widersprochen wird, ruht die Sache sozusagen, bis eine Partei wieder aktiv wird. Jeder kann dann die Abgabe an das Streitgericht beantragen, muss aber auch die restlichen Gerichtskosten vorschießen.
Das wäre im Gegensatz zur neg. Feststellungsklage der richtige Weg, um eine gerichtliche Verhandlung über das Bestehen oder Nichtbestehen einer Forderung zu "erzwingen", da die Sache durch einen MB-Antrag ja bereits anhängig ist.
Ein Vorteil ist außerdem, dass der Abmahner zunächst eine Begründung in Form einer Klage einreichen muss. Tut er dies nicht oder nicht frsitgerecht, gilt der Antrag als zurückgenommen und er trägt die Kosten (1/3)

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